LG Wuppertal wird überraschend zweimal Deutscher Vizemeister in der M40
DM Langstrecke und Langstaffeln in Celle - 02./03.05.2026
Bei den Deutschen Meisterschaften der Langstaffeln im niedersächsischen Celle präsentierte sich die LG Wuppertal in herausragender Form. Im Otto-Schade-Stadion krönte sich das M40-Team gleich zweimal zum Deutschen Vizemeister - und das innerhalb von nur zwei Stunden.


Bereits am Vortag gab es aus Wuppertaler Sicht ein starkes Ausrufezeichen: Bei den Deutschen Meisterschaften über 5000 Meter der Masters zeigte Reinhard Koch (M60) das er die letzten Wochen fleißig trainiert hatte. In einem hochklassigen Feld sowie bei anspruchsvollen Bedingungen von 27 Grad und böigem Wind lief er ein mutiges Rennen. Ohne auf die Uhr zu schauen, zunächst im hinteren Feld einsortiert, arbeitete er sich mit konstant starken Kilometersplits nach vorne. Unbeeindruckt von Wärme und Wind kam er eindrucksvoll nach 19:36 Minuten auf Platz 6 ins Ziel - deutlich unter der 20-Minuten-Marke und weit über dem, was der Trainingsverlauf erwarten ließ. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Trainer und Vereinskollege Benjamin Lehmbach: „Das war heute richtig stark. Gerade bei den Bedingungen so eine Zeit zu laufen, verdient Respekt.“
Silber über 4x400 Meter - ein Lauf über den eigenen Erwartungen
Den Auftakt am zweiten Tag machte die 4x400-Meter-Staffel in der Besetzung Benjamin Lehmbach, David Fleschen, Ewout Hilferink und Jens Krause. In 3:52,90 Minuten sicherte sich das Quartett souverän den zweiten Platz und damit die Silbermedaille. Einzelergebnisse in etwa: 56,9 - 57,6 - 57,2 - 61,1.
Bereits vor dem Rennen stimmte im Team alles: eine gemeinsame Anreise, ein harmonischer Abend beim Italiener und die perfekte mentale Vorbereitung sorgten für optimale Voraussetzungen. Entsprechend entschlossen ging die Staffel ins Rennen.
Startläufer Benjamin Lehmbach kam optimal aus dem Block und überzeugte mit einer Leistungssteigerung von über zwei Sekunden gegenüber seinem letzten Wettkampf und brachte das Team optimal ins Rennen. Auch David Fleschen zeigte einmal mehr seine Stärke auf der Schlussgeraden und übergab den Staffelstab auf Gesamtplatz zwei. Ewout Hilferink sah sich auf seiner Runde starker Konkurrenz ausgesetzt, insbesondere durch die hoch favorisierte Staffel der LG Würm Athletik, die die deutsche Jahresbestenliste anführen. Dennoch lief er persönliche Bestzeit und behauptete Position 2 in der M40-Wertung. Schlussläufer Jens Krause, kurzfristig für den verhinderten Axel Richert eingesprungen, vollendete den starken Auftritt mit einer weiteren persönlichen Bestleistung und brachte die Staffel auf Rang zwei ins Ziel.
Als der zweite Platz und damit der Titel des Deutschen Vizemeisters feststand, brauchte das Team, inklusive mit dem mit angereisten Ersatzmann Niels Faassen, einige Sekunden, um dies zu realisieren - die Freude war anschließend grenzenlos und aus großer Anspannung wurde spürbare Freude.
Dramatisches Rennen über 3x1000 Meter - erneut Silber
Nur rund zwei Stunden später stand bereits der zweite Start an: die 3x1000-Meter-Staffel, diesmal in der Besetzung Lehmbach, Fleschen und Hilferink.
Trotz der kurzen Regenerationszeit gelang es dem Team, sich optimal auf das zweite Rennen einzustellen. Trainer und Athlet Benjamin Lehmbach gab direkt nach dem ersten Lauf klare Anweisungen: Fokus auf Regeneration und maximale Flüssigkeitszufuhr.
Im Rennen selbst musste Lehmbach nach einem kleinen Schubser am Start mit dem Gleichgewicht kämpfen, reagierte aber blitzschnell und fand sofort wieder seinen Rhythmus. Nach zwei kontrollierten Runden setzte er zum Schlussspurt an und überreichte den Stab nach 2:57 Minuten in aussichtsreicher Position an David Fleschen. Dieser sah sich einem hochkarätigen Konkurrenten aus Hamburg gegenüber, dem deutschen 5000m Meister vom Vortag, der zwischenzeitlich die Führung übernahm. Doch mit seinem bekannten Endspurt verkürzte Fleschen den Abstand deutlich und hielt das Rennen offen. Seine starke Zwischenzeit von 2:52 Minuten hielt die LG Wuppertal weiter im Medaillenkampf. Unter den Schlussläufern entwickelte sich ein packender Dreikampf. Ewout Hilferink lief hier taktisch klug, reagierte auf Tempoverschärfungen und hielt die Konkurrenz in Schach. In einem mitreißenden Finish verteidigte er den zweiten Platz mit nur 0,6 Sekunden Vorsprung vor dem LAC Essingen und 2 Sekunden Vorsprung auf die StG Elbkinder. Die Uhr stoppte bei unerwartet starken 8:38,23 Minuten. 2:49 Minuten brauchte er nur und lieferte damit unsere stärkste Einzelleistung.
Fazit
Zweimal Deutscher Vizemeister innerhalb kurzer Zeit - eine außergewöhnliche Leistung der LG Wuppertal. Beide Staffeln überzeugten nicht nur mit starken Zeiten, sondern vor allem mit Teamgeist, Kampfbereitschaft und individueller Leistungssteigerung auf den Punkt. Ein Wettkampftag, der allen Beteiligten für immer in Erinnerung bleiben wird.
Ergebnis Staffel: leichtathletik.de
Ergebnis Langstrecke: leichtathletik.de





















